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 Woher kommt der Name Stempelpark?

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts gehörte das knapp 2 Hektar große Gelände zwischen Unionskirche und Gartenstraße dem Ökonom Ludwig Stempel und seiner Frau Katharina, Tochter des Bürgermeisters Krampf. Neben seinem ausgedehnten Landwirtschaftsbetrieb übernahm Stempel von seinem Schwiegervater die Brauerei auf dem Gelände der späteren Malzfabrik.

1870 errichtete er anstelle des Gasthauses „Zur Krone“ an der Mannheimer Straße 36 neben dem heutigen „Hotel am Park“ ein, wie es Zeitzeugen nannten, „hochherrschaftliches“ zweistöckiges Anwesen mit Hof, Stallungen, Scheune, großem Schuppen, Back- und Waschhaus sowie Gesindegebäude. Zu Haus und Hof gehörten außerdem ein kleiner Park mit Reitbahn, Gartenbereiche und Ackerland.

Das Ehepaar Stempel hatte drei Töchter, die durch Heirat aber andere Namen trugen. 1905 verkaufte die Erbengemeinschaft das Anwesen an das Bauunternehmen Gebrüder Hoffmann OHG und 1920 erstand es die Stadt Mannheim. Danach wurde das Haus und einige Nebengebäude in  mehrere Wohnungen unterteilt, das Ackerland als Bauerngarten und zum Anbau von Spargel, Kartoffeln und Getreide vermietet. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand an der südwestlichen Ecke in der Gartenstraße in einem heute noch existierenden kleinen Klinkerbau das erste Kino Käfertals.

Im zweiten Weltkrieg diente das Stempelhaus als eine Kommandostelle der SA und der Hitlerjugend. Es wurde beschädigt und danach mit einem Notdach versehen. Kurzfristig nutzten die Amerikaner das Haus, danach wurde es, soweit möglich, als Dienstwohnungen der Stadt Mannheim genutzt. Hinter dem Park befand sich ein Versuchsgarten des Obst.- und Gartenbauvereins.
In den 1950er und 60er Jahren erhielt der Stempelpark mit dem Bau der Olymp-Lichtspiele, später Standort verschiedener Einkaufsmärkte, des Kindergartens und des Kulturhauses sein heutiges Aussehen.

(Quellen: Karl Frey / Lorenz Klingert, Heimatbuch der Gemeinden Käfertal und Waldhof, 1955 und „Käfertaler Impressionen heute und früher“ Dokumentation zur Ausstellung der Geschichtswerkstatt Käfertal 2003.)